Freitag, 01 November 2013 09:00

Deutsche Bank berichtet über Projekt "Jakobsweg"

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Die Deutsche Bank schreibt in der Oktober-Ausgabe ihrer Mitarbeiterzeitschrift über das Thema "Berufliche Auszeit" und stellt dabei das Projekt "Jakobsweg" und unser Kinderheim vor. Michael Etscheid, der für das Finkennest im April diesen Jahres einen Spendenlauf entlang des Jakobswegs plant und online hier im Blog berichten wird, nutzt hierzu das flexible Arbeitsmodell "db zeitinvest" der Deutschen Bank.

Lesen Sie hier den vollen Artikel:

db zeitinvest - Deutsche Bank berichtet ber Projekt JakobswegFlexible Arbeitsmodelle: db zeitinvest – Investition für mehr Lebenszeit

Mal einen Gang zurückschalten, der täglichen Routine entfliehen, Kraft tanken und die Batterien aufladen – das waren die Gründe warum L. vor einem halben Jahr ein vierwöchiges Sabbatical beantragte. Ermöglicht hat er h das über das Leistungskontensystem db zeitinvest, das die Deutsche Bank ihren Mitarbeitern seit 2001 anbietet.

Jeder Beschäftigte kann Vergütungsbestandteile in db zeitinvest einstellen und diese dann für eine befristete Freistellung von bis zu einem Jahr oder auch für eine Verkürzung der Lebensarbeitszeit verwenden. Außertariflich beschäftigte Mitarbeiter können darüber hinaus bis zu 10 Urlaubstagen je Kalenderjahr in db zeitinvest einstellen. Das angesammelte Guthaben wird in Fonds angelegt, um davon individuelle Auszeiten zu finanzieren.

db zeitinvest: Zeit ist Geld und bringt Zinsen
Derzeit beteiligen sich rund 4.500 Beschäftigte in Deutschland an db zeitinvest (Stand März 2013). Im vergangenen Jahr haben etwa 200 Mitarbeiter eine Freistellung in Anspruch genommen oder ihre Arbeitszeit unter Fortzahlung ihrer Bezüge aus db zeitinvest reduziert.

Die Gründe db zeitinvest in Anspruch zu nehmen sind sehr vielseitig. Mitarbeiter steigen eine Zeitlang aus ihren Jobs aus, weil sie eine Fernreise planen, sich weiterbilden, erholen oder endlich intensiver um ihre Familie kümmern möchten.

Anders als während eines längeren, unbezahlten Urlaubs ist der Mitarbeiter während des Sabbaticals aus dem Lebensarbeitszeitmodell der Deutschen Bank weiter sozialversichert. Er behält also seinen Status zum Beispiel in der Krankenversicherung.

Über die Auszeit Bodenhaftung finden
Bereits vor drei Jahren fing L. an, Zeit in Form von Urlaubstagen oder Bonus anzusparen. „Nach 34jähriger Berufstätigkeit, neun Jahre davon als Pendler zwischen Mannheim, Frankfurt, Hamburg und Ostfriesland, hatte ich das Bedürfnis, die Routine zu unterbrechen“, erinnert sich L. Kombiniert hat er die angesparte Zeit mit fünf Wochen Urlaub, so dass er insgesamt zwei Monate Auszeit nahm. Vier Wochen habe er sich Zeit genommen, um viel „Liegengebliebenes aufzuarbeiten“, um den „Kopf frei zu kriegen“. Dann erst war er bereit, in Urlaub zu fahren. Zwei Skandinavienreisen hat er unternommen - ein Wunsch, den er schon lange hegte.

Zeit, um für andere da zu sein
Bei W. war es die Krebserkrankung seiner Frau, die ihn dazu veranlasst hat, mehrere Auszeiten im Rahmen von jeweils 4 Wochen innerhalb der vergangenen vier Jahre zu nehmen. „Ich bin froh, dass mir die Bank diese Möglichkeit geboten, mir dieses Zeitpolster anschaffen zu können“, sagt W. mit Blick auf die vergangenen Jahre voller Höhen und Tiefen während des Krankheitsverlaufs seiner Partnerin. Zwei Kreuzfahrten sollten nach vielen Operationen und Chemotherapien einen Neuanfang markieren. Nach dem Tod seiner Frau im vergangen Jahr, wollte er sein Leben umkrempeln, das Haus verkaufen. „So etwas schultert man nicht nebenbei“, sagt W. Es sei ein Trugschluss, dass die berufliche Routine ablenke. Die Verdrängung der Trauer führe langfristig zum Trauma und sei nicht der richtige Weg, beruflich wieder Fuß zu fassen.

Zeit, sich für andere einzusetzen
Auch soziale Projekte stemmen einige der Aussteiger auf Zeit. So wie Michael Etscheid von AWM Operations, der sich entschieden hat, im nächsten Frühjahr einen Charity Walk zugunsten des Kinderheims Finkennest im Odenwald zu bestreiten. Das privat geführte Heim betreut 23 behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Für jeden Kilometer, den der passionierte Wanderer auf dem Jakobsweg von Frankreich nach Nordspanien zurücklegt, möchte er über eine gemeinsam mit dem Finkenest eingerichtete Website Spenden für die Fortführung der musiktherapeutischen Förderung einsammeln.

Vor vier Monaten hat er angefangen, auf seinem zeitinvest-Konto Zeit anzusparen. Insgesamt drei Monate wird sein Sabbatical betragen. Für den Weg nach Santiago de Compostela plant er 1 ½ Monate ein. Es sei zum einen der Wunsch, etwas für andere zu tun. Aber auch die Chance, zu sich selbst zu finden, mit neuer Energie zurück an den Job zu gehen, erklärt Etscheid. Der Zeitpunkt für die Auszeit sei günstig gewählt, die Vertretung in seinem Team gut organisiert.

Deutsche Bank unterstützt Aussteiger auf Zeit
Mit Blick auf das längere Arbeitsleben wird es in Zukunft immer selbstverständlicher, dass Mitarbeiter ein Sabbatical nehmen. Auch die neu in den Beruf startende Generation fordert mehr Flexibilität bei der Gestaltung der persönlichen Lebensarbeitszeit – das zeigen zahlreiche Studien und Umfragen. Die Höhe des Gehalts ist dagegen kaum mehr ein entscheidendes Kriterium für die Wahl des Arbeitgebers. „Die Deutsche Bank möchte weiterhin als innovativer, attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden“, sagt Asoka W., Chief Investment Officer, AWM und Mitglied des Diversity Council Deutschland. „Diese Flexibilität nicht nur anzubieten sondern auch aktiv zu fördern, dafür setze ich mich zusammen mit meinen Kollegen vom DCG ein.“

(Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Bank)

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1 Kommentar

  • Kommentar-Link Birgit Liborius Freitag, 18 April 2014 16:29 gepostet von Birgit Liborius

    Wäre wünschenswert wenn der Artikel etwas grösser in der Schrift geschrieben worden wäre,so könnte man diesen noch besser lesen,da dieser doch etwas zu klein ist .
    Ansonsten ist der Artikel sehr gut geschrieben udn verständlich :-)

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